Geschichte

 

 Jahr Ereignis
Vor 10-15.000 Jahren Erste Besiedlung durch Indianer: Bis zu 30 verschiedene Gruppen oder Stämme siedelten auf dem Gebiet des heutigen Kaliforniens. Sechs verschiedene Sprachgruppen entwickelten sich. Wahrscheinlich lebten beim ersten Kontakt mit Europäern cirka 300.000 Indianer in Kalifornien.
16. Jahrhundert n. Chr. Die Zeit der europäischen Entdecker beginnt.
1533 Hernan Cortes unternimmt im Auftrag des Gouverneurs von Neuspanien Nuno Beltran de Guzman eine erste Expedition nach Kalifornien. Guzman erteilt den Auftrag, die sieben Städte von Cibola zu finden. Die spanischen Eroberer vermuten dort unglaubliche Schätze. Sie hofften auf Straßen, die mit Gold und Silber gepflastert sind und Städte, die von Amazonen-Kriegerinnen besiedelt werden. Cortes entdeckt auf dieser Suche vermutlich die Bucht von La Paz.
1535 Cortes erhebt für die spanische Krone den Anspruch auf das „Santa Cruz Island“ (die Halbinsel Niederkalifornien, der Baja California in Mexiko). Kalifornien war damals Teil des Vizekönigreichs Neuspanien.
28.09.1542 Juan Rodriguez Cabrillo geht in der Bucht von San Diego an Land. Er nimmt Kalifornien für Spanien in Besitz. Damals glaubte man noch, Kalifornien sei eine Insel. Ende des 17. Jahrhunderts: Das spanische Königshaus beschließt die Besiedlung Kaliforniens. Die Jesuiten werden damit beauftragt. Sie erhalten nicht nur die geistige Autorität, sondern auch die weltliche. Die spanische Armee untersteht ihnen auch. Nur der König steht über ihnen.
1697 Der Missionar Juan Maria de Salvatierra errichtet die erste dauerhafte Missionsstation. Sie wurde in Baja California Sur errichtet, dem heutigen Mexiko.
Bis 1767 Es gibt 15 Missionsstationen der Jesuiten im historischen Kalifornien (heutiges Mexiko und Bundesstaat Kalifornien). Die Missionare christianisieren die einheimische Bevölkerung. Die indianischen Gebiete werden erobert.
1767 Karl III, der König von Spanien verbietet die Jesuiten. Diese werden aus dem Vizekönigreich Neuspanien ausgewiesen. Die Franziskaner nehmen ihren Platz ein.
Ende des 18. Jahrhunderts Die ersten dauerhaften Siedlungen in Alta California entstehen: Englische und russische Trapper und Abenteurer kommen immer zahlreicher in das Gebiet des heutigen Kalifornien. Spanien beginnt als Reaktion darauf, die Anzahl der Missionsstationen zu erhöhen. Diese werden mit Soldaten verstärkt. Die Franziskaner bringen nicht nur den christlichen Glauben vermehrt nach Kalifornien. Mit ihnen kommt auch eine europäische Land- und Viehwirtschaft und Wissenschaft. Die Missionsstationen werden größer. Sie werden zu Ranchos erweitert. Aus diesen Ranchos entstehen nach und nach die ersten Städte.
1819 Durch den Adams-Onis-Vertrag wird als Nordgrenze Kaliforniens der 42. Breitengrad bestimmt.
1812 Russische Jäger errichten eine Handelsstation bei Fort Ross in der Bodega Bay bei San Francisco. Sie versuchen eine eigene Kolonie zu errichten. 
1821 Mexiko wird unabhängig. Kalifornien wird mexikanische Provinz.
1820-1830er Jahre Mehrere Aufstände gegen die mexikanischen Gouverneure und kurzzeitige Ausrufung der Unabhängigkeit Kaliforniens. Verschiedene große amerikanische Siedlertrecks machen sich auf den Weg nach Kalifornien.
13. Mai 1846 Die USA erklären Mexiko den Krieg. Die Junta von Monterey will Kalifornien von Mexiko zu trennen und will neutral bleiben. Captain John C. Fremont erobert Santa Barbara. Durch den Vertrag von Cahuenga beendet er den Krieg für Oberkalifornien.
14. Juni 1846 Amerikanische Siedler besetzen die Garnison von Sonoma. Sie lassen die Bären-Fahne der Republik Kalifornien wehen.
1847 Mexiko verliert den Krieg. Es muss große Gebiete an die USA abtreten. Kalifornien wird amerikanisch. Es wird vorerst vom US-Militär verwaltet. 
Ab 1848 Der Goldrausch in Kalifornien beginnt. Einwanderungswellen von Goldsuchern überfluten den Staat. Als Folge davon wird ein großer Teil der kalifornischen Indianer vertrieben oder umgebracht. 
09. September 1850 Kalifornien wird der 31. Bundesstaat der USA. Sacramento wird Hauptstadt.
1861-1865 Kalifornien war nur ein Randschauplatz des amerikanischen Bürgerkriegs. Nur die Soldaten der California Column, Freiwillige auf Seiten der Nordstaaten, kämpften in Arizona und New Mexico gegen die Konföderierten und verjagten diese.
19.-20. Jahrhundert Durch den Beginn des transkontinentalen Eisenbahnbaus werden sehr viele Arbeiter gebraucht. Viele Chinesen kommen nach Kalifornien. Es kommt zu Konflikten mit den anderen Siedlern. Chinesen durften lange Zeit nur noch in bestimmten Stadtteilen, wie den Chinatowns, wohnen. Zahlreiche weitere Gesetze sollten ihnen die Ansiedlung erschweren. Zahlreiche, teils blutig niedergeschlagene Streiks sind die Folge verschiedener Wirtschaftskrisen. Ende des 19. Jahrhunderts werden erste Film-Firmen wie Metro-Goldwyn-Mayer, Universal Pictures, Warner Brothers gegründet. Sie siedeln sich bei Hollywood bei Los Angeles an.
18. April 1906 Erdbeben in San Francisco.
1920er Jahre Erste Ölfunde in Kalifornien.
1939-1945 Der zweite Weltkrieg hat Kalifornien unmittelbar betroffen. Ausgangspunkt des Kriegs im Pazifik gegen Japan waren die Häfen und Marinebasen des Bundesstaates. Die Flugzeugfabriken und Luftwaffenstützpunkte waren ebenfalls äußerst kriegswichtig. Die Flugzeugfabriken und Werften ziehen viele Arbeiter an. Viele Schwarze beginnen sich in Kalifornien anzusiedeln.
Nach 1945 Nach dem Krieg steigt die Bevölkerungszahl nach und nach bis auf über 20 Millionen an. Durch den technischen Fortschritt entsteht nach und nach eine boomende (Hoch-) Technologiebranche. Erst führt der Transistor, danach der Computer und ab den 1980er Jahren der Personal Computer zu diesem Boom. Durch die Gründung des Stanford Industrial Parks, wo die Universität Stanford Forschung und Industrie ansiedelte, entstand in der San Francisco Bay Area nach und nach das heutige Silicon Valley. Heute gehören zu den bekanntesten Firmen im Silicon Valley Apple, Google, Intel, Yahoo oder etwa Hewlett-Packard.
1965 In Watts, einem Stadtteil von Los Angeles, kommt es zu schweren Rassen-Unruhen. Über 1000 Menschen werden verletzt. Es gibt 34 Tote.
Die 1960er und 1970er Jahre Der Widerstand gegen den Vietnam-Krieg führt zu vielen Demonstrationen. An der Universität Berkeley wird bei einer Demonstration ein Mensch getötet. Hunderte Demonstranten werden verletzt. Die Surf- und die Hippie-Bewegungen entstehen. In Kalifornien blühen sie auf. Der „Summer of Love“ beginnt in San Francisco und verbreitet sich von dort aus.
Um 2000 Es herrscht Energiekrise in Kalifornien. Durch die teilweise Privatisierung von Elektrizität kommt es zum einen zu hohen Preisen und zum anderen zu größeren Strompannen. Bis 2003 wird deshalb der Ausnahmezustand ausgerufen.
Ab 2003 Der ehemalige Schauspieler Arnold Schwarzenegger wird Gouverneur von Kalifornien. Schwarzenegger kämpft in seiner Amtszeit vehement gegen Klimaveränderungen, die den Bundesstaat besonders betreffen. Kalifornien beschließt den Global Warming Solutions Act und beteiligt sich an der Gründung der Western Climate Initiative. Die Klima-Politik geht hier viel weiter als im Rest der USA. Andere schwerwiegende Probleme fallen in die Amtszeit Arnold Schwarzeneggers. Große Waldbrände, der stärker werdende Smog und vor allem die Folgen der verheerenden Wirtschaftskrise der letzten Jahre schaffen große Probleme in Kalifornien.
Seit 2011 Jerry Brown ist Gouverneur von Kalifornien.

 

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